Die Narrenzunft "Achalmgautscher" 1987 die Reutlinger Schandele

 

Narrenzunft 2012_2013 Narrenzunft 2012_2013 ohne Maske

 

 

NARRENRUF: 3 x SCHANDI - SCHANDO

 

 Alles über die Narrenzunft Achalmgautscht im Überblick:

>> Die Zunftmeister seit 1987
>> Geschichte der Narrenzunft Achalmgautscher
>> Häs-Beschreibung
>> Impressionen
>> Narrenrat
>> Narrenfahrplan
>> Narrenlieder

 


 

GASTLÄUFER:

Sie möchten auch dazu gehören, dann schreiben sie an die Vereinsadresse

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Zum "Reinschnuppern" stehen bei der Narrenzunft Gasthäser zur Verfügung. Dadurch ist eine unkomplizierte Teilnahme machbar.
Und mit einem kleinen Unkostenbeitrag ist es möglich die Mitglieder und die Schwäbisch Allemannische Fasnet kennen zu lernen.

 


 

Die Zunftmeister:

1989 - 1995 Wolfgang Veith (Ehrenzunftmeister und Brauchtumsrat im LWK)
1995 - 1998 Manfred Lamparter
1998 - 2001 Dietmar Schlagenhauf
2001 - 2009 Ralph Pawlek
2009 Martin Digel
2010 NN
seit 2010 Daniel Vogel

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Geschichte der Narrenzunft Achalmgautscher:

Das Reutlinger Schandele wurde nach rund 2 Jahren Vorbereitung im Februar 1987 von dem bekannten Jürgen Hohl (Kulturbeirat der VSAN) aus Eggmannsried nach der Vorlage des Prangerbildes, entworfen und vorgestellt. Im Jahre 1998 wurden die beiden anderen Figuren des Prangerbildes (Maurus und Lucrezia), in die Fasnet eingeführt. Auch diese Figuren wurden von Jürgen Hohl entworfen und vorgestellt. Schöpfer der drei Reutlinger Holzmasken, ist der Ravensburger Schemenschnitzer Reinhold Schäle.

Steinernes Zeugnis am Spitalhof:

 

 

Steinernes Zeugnis am Spitalhof
Lucrezia, Schandele, Maurus

 

Die drei Figuren der ehemaligen freien Reichstadt sind lokal-historisch fundierte Fasnetsfiguren. Als Vorlage zu Larve (Maske) und Häs (Narrenkleid) des Schandele diente die Figur des "MARCUS", einem am alten Spitalhof angebrachten Prangersteinbild des 12.Jahrhunderts.

Prof. Dr. Karl Keim, Reutlinger Lokalhistoriker, recherchierte mühevoll um die Herkunft und Bedeutung des Wahrzeichens zu erforschen. Fündig wurde er im ältesten gedruckten Buch der Reutlinger Stadtgeschichte von 1717. Hier werden die Figuren des Prangerbildes genau beschrieben. Das Schandbild zeigt ein gefiedertes Gänseungeheuer dar mit halbgehobenen Flügeln, einem Menschenhals und Kopf mit offenem Mund ausgestreckter Zunge mit Widdershörnern und Pferdsohren. Es hat neben sich zwei knieende, menschliche Figuren, einen jungen Mann (Maurus) und eine Frau (Lucrezia) im modischen Kostüm des 14. Jahrhunderts! Die beiden jungen Gestalten stellen wohl das junge, warnungsbedürftige Publikum, vielleicht aber auch die Bestraften selbst, vor!

Die Reutlinger Fasnet lässt sich anhand von überlieferten Ratsprotokollen bis ins Jahr 1575 zurückverfolgen, es wurde berichtet von "Mummereyn, Musik und Spiil bei Straf verboten " sind. Es drohte Gefängnis denjenigen die das Verbot missachteten. Laut Erwähnung des Tübinger Gelehrten Crusius im Jahre 1596 entstand das scheussliche Götzenbild, am Spitalhof bereits im Jahre 1111.

 

Zitat:
"Da man zahlt 1111 Jahr,
war diese Figur gemacht fürwahr,
Mars M.C.XI
Vor Zeit war dies ein Abgott,
jetzt ist bei den Christen ein Spott."

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Beschreibung der Häs:

 

 
 
Schandele:

Das Schandele-Häs besteht aus einer hand geschnitzten Larve aus Lindenholz oder Weihmutskiefer. Der weinrote Schulterkragen an der Larvenhaube und das ebenfalls in gedecktem Rot gehaltene Hemd aus Walktuch sind mit den Stadtfarben Schwarz-Weiss-Rot und dem Stadtwappen mit schwarzem Adler auf gelbem Grund besetzt. Die Hose und der Umhang, der das vogelhafte darstellen soll, sind mit ca. 2.500 hellgrünen, dunkelgrünen und hellbraunen "Flecken" versehen. weinrote Strümpfe, ein brauner Ledergürtel mit sieben bis neun Rollen, ein Neckstab mit drei Fuchsschwänzen zum Necken der Zuschauer, schwarze Schuhe und Handschuhe vervollständigen das Häs!

 Zeichnung vom Häsentwurf

 

Maurus:

Das Maurus Häs ist der Bekleidung des 12.Jahrhunderts nachempfunden. Es setzt sich zusammen aus einer blauen Hose, einem dunkelroten Mantel, versehen mit den Reutlinger Stadtfarben und dem Stadtwappen. Ein schwarzer Gürtel um die Hüfte geschwungen mit einem Dolch. Die Larve ist in Lindenholz ausgeführt, sowie Schuhe die dem 14. Jahrhundert entsprechen.

 Häs vom MaurusZeichnung vom Häsentwurf

 

Lucrezia:

Die Larve aus Lindenholz geschnitzt und eine Perücke mit gelbblonden Haaren und Zöpfen, einem roten Hut, einem grünen Mantel mit roten Applikationen, um die Hüften einen roten mit goldenen Rosetten verzierten Gürtel, sowie Schuhe komplettieren das Häs. Die Kleidung ist im Stil des 12. Jahrhunderts ausgeführt. Die Lucrezia trägt einen Weidenkorb, in dem Süssigkeiten und Gaben für die Kinder mitgenommen werden.

 Häs von LucreziaZeichnung vom Häsentwurf

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Impressionen:

 

Schandele in Trochtelfingen

Schandele in Trochtelfingen

 
Schandele beim Brezelsegen
Schandele beim Brezelsegen am Fasnetdeischdig

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